Büttner Consulting

Die Krankheit des Vergessens“ – Alzheimer mit 40

18. November 2015 von Dirk Büttner | 1 Kommentar

Demenz: "wie heißt meine Tochter?" KrankerJa, dieses Buch „Der lange Abschied“ Als meine Frau mit 40 an Alzheimer erkrankte von Hans Jürgen Herber mit Ulrich Beckers, erschienen im Patmos Verlag, lässt mich nicht mehr los!

Ich möchte mich vorab bei Hans Jürgen Herber und seiner Familie bedanken, uns die noch nicht persönlich davon betroffen sind, einen schonungslosen Einblick zugeben, was bei den Betroffenen – Demenzpatienten und Angehörigen – vorgeht. Herr Herber, ich zolle Ihnen großen Respekt, bewundere Ihren Mut und Ihre Offenheit.

Ich habe beruflich mich in den letzten Jahren sehr viel mit unseren Herausforderungen der Pflege speziell auch Demenzerkrankungen und die Folgen für die Familien, Freunde und unsere Gesellschaft beschäftigt. Viele Vorträge gehört und selber gehalten, Pflegeeinrichtungen unterschiedlichster Art und Weise in Deutschland besucht, auch kurz erlebt wie der Alltag dort aussieht und bin jedes Mal emotional sehr berührt worden.

Jedoch dieses BUCH, die Erzählungen des Ehemannes Hans Jürgen Herber und auch der dazugehörige WDR-Dokumentarfilm „ Leben, Lieben, Vergessen – Alzheimer mit 40“ https://youtu.be/dNyFTd2VNV8 ( ausgezeichnet mit dem „Bayerischen Fernsehpreis“ 2014 ) lassen mich nicht mehr los und sind sehr empfehlenswert.

Zitat:
„Hans Gerber erzählt die Geschichte von Yvonne, die auch seine Geschichte ist. Mutig und mit entwaffnender Offenheit beschreibt er, was es bedeutet, seine junge Frau und die Mutter seines Sohnes an Alzheimer zu verlieren. Es ist eine Beziehungsreise, die berühren, aber auch irritieren oder gar provozieren mag.“……………….

„Wenn ich jetzt zurückdenke an die schweren Tage, dann wird mir mitunter richtig schlecht, es ist wie eine Art Schwindelgefühl, ein Trauma. Es war zeitweise die Hölle, ein Alptraum. Jetzt, da alles überstanden ist, denke ich: Gut, dass ich nach der Diagnose nicht ansatzweise geahnt habe, was auf mich zukommt. Dass ich mich ganz unschuldig dazu bekannt habe, das alles mit ihr durchzustehen.“…….

Fast 5 Jahre ( Juni 2010 – Februar 2015 ) von der Diagnose bis zum Ableben seiner Frau Yvonne werden sehr eindrucksvoll beschrieben. Eine sehr lange und kräftezerrende Zeit für alle Beteiligten.

Wir sind „Weltmeister im Verdrängen“, wir sind uns nicht bewusst wie lange so ein Prozess dauern kann und welche Konsequenzen es hat.
Wann haben wir uns innerhalb der Partnerschaft, Familie, Freunde wirklich intensiv mit den Themen des Lebens unterhalten?
Wie soll mit mir umgegangen werden, wenn ich vorrübergehend oder dauerhaft geschäftsunfähig, längerfristig krank, gar pflegebedürftig werde oder versterbe?
Wer übernimmt dann für mich die Verantwortung in meinem Sinne?
Wer ist mein Schutzengel und wo habe ich dies auch schriftlich festgehalten?

Dieses Buch und der Dokumentarfilm habe mir erneut sehr krass verdeutlicht, dass wir innerhalb der Familie und Freunde frühzeitig sowie offen darüber diskutieren müssen und Entscheidungen treffen müssen, bevor die Ereignisse uns einholen.

Gestalten wir unsere Zukunft selbst!

Halten Sie Ihre Entscheidungen im NotfallVorsorgePASS – Ihr weltweiter Schutzengel fest, es ist Ihr ständiger Begleiter durch eine selbstbestimmte Zukunft. https://gfvv24direkt.de/mediathek.html  

Sorgen Sie für sich, Ihren Partner und volljährigen Kinder entsprechend vor.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.consulting-pflegevorsorgeberater.gfvv24direkt.de

Ab dem 18.Lebensjahr selbst- oder fremdbestimmt durchs Leben?

28. Oktober 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Sostegno e aiuto a persone anziane
Endlich 18, wer kennt dies nicht. Jetzt kann man so vieles erleben und alleine entscheiden.
Richtig!
Die Medaille hat jedoch immer zwei Seiten, ab dem 18.Lebensjahr gilt auch für jeden Bundesbürger § 1896 BGB

(1) Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer. Den Antrag kann auch ein Geschäftsunfähiger stellen. Soweit der Volljährige auf Grund einer körperlichen Behinderung seine Angelegenheiten nicht besorgen kann, darf der Betreuer nur auf Antrag des Volljährigen bestellt werden, es sei denn, dass dieser seinen Willen nicht kundtun kann.

(1a) Gegen den freien Willen des Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestellt werden.

…………….

Welche/r 18jährige/r oder ältere Bundesbürger/in denkt daran, dass nicht automatisch die Verwandten Entscheidungen für sie treffen dürfen, wenn sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr selbst dazu in der Lage sind.
Versuchen Sie doch einmal für Ihr volljähriges Kind oder Ihren Ehepartner ohne deren Vollmacht ein Konto zu eröffnen. Versuchen Sie einmal Informationen vom behandelnden Arzt Ihrer volljährigen Tochter oder Ihres langjährigen Ehepartners ( Beispiel Gynäkologe / Urologe ) einzuholen.
Ohne deren Einwilligung werden Sie berechtigt abgewiesen!

Es ist erschreckend anzusehen, wie sorglos wir damit umgehen und diese Themen verdrängen.

Im Jahr 2013 standen 1.310.629 Bundesbürger unter Betreuung (Quelle: Bundesamt für Justiz: Justizstatistik GÜ 2 der Amtsgerichte 2002 – 2013, erg. Mitteilung der JM Baden-Württemberg; Auswertung: Deinert ), somit müssen die Betreuer dem Gericht Rede und Antwort stehen.

Wollen wir, wenn wir endlich volljährig sind, unter gerichtlicher Kontrolle stehen, nur weil uns Krankheit oder Schicksalsschläge aus unserem Alltag gerissen haben?

81.197.537 Bundesbürgern ( davon 13.080.280 minderjährig, 0-18.Lebensjahr und 834.306 Bundesbürger wurden oder werden im Jahr 2015 volljährig– Quelle www.destatis.de Stand 31.12.2014 ) stehen nur 2.837.990 registrierte Vorsorgedokumente ( Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, etc. ) gegenüber .– Quelle ZVR-Statistik 2015 Stand 30.06.2015

Gestalten wir unsere Zukunft selbst, Vorsorgen ist heute wichtiger denn je.

Jeder möchte bis ins hohe Alter geistig und körperlich aktiv bleiben. Leider ist das aber nicht allen vergönnt. Ehegatten, nahe Verwandte oder Vertrauenspersonen sind nämlich nicht automatisch zur Vertretung berufen. Sie können aber als Bevollmächtigte eingesetzt werden und dadurch handlungsbefugt werden. Dies kann insbesondere durch rechtssichere Vorsorgedokumente ( Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Sorgerechtsverfügung ) geschehen.

Damit diese Vorsorgedokumente im Fall des Falles auch zur Geltung kommen, sollten diese registriert, archiviert und sicher verwahrt werden.
Ihr NotfallVorsorgePASS – Ihr weltweiter Schutzengel ist Ihr ständige Begleiter durch eine selbstbestimmte Zukunft. https://gfvv24direkt.de/mediathek.html  

So werden die Anordnung unnötiger gesetzlicher Betreuungen und / oder die Bestellung nicht gewünschter Personen als Betreuer effektiv vermieden.

Sorgen Sie für sich, Ihren Partner und volljährigen Kinder entsprechend vor.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.consulting-pflegevorsorgeberater.gfvv24direkt.de

Mach Dein Schutzengel Pass

21. Oktober 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Sostegno e aiuto a persone anziane
„Mein Schutzengel“ – vielfach wird dieser Ausspruch in unterschiedlicher Art und Weise verwendet. Meist verbinden wir damit eine sehr nahestehende Person; ein Symbol; ein Talisman oder fremde Personen, die selbstlos helfen.
Im Alltag verdrängen wir immer wieder, dass wir unseren „Schutzengel Pass“ erneuern müssen.

Was hat sich bei uns selber verändert?
Was hat sich in meiner Auffassung, Einstellung oder Gesundheitlich geändert?
Welche Personen sind neu hinzugekommen? Für wen übernehme ich Verantwortung?

Nehmen wir uns die Zeit, mit Personen unseres Vertrauens über Dinge zu reden, die für einen Schutzengel wichtig sind?

Wer soll für mich bei einer vorübergehenden Geschäftsunfähigkeit vollumfänglich in meinem Sinne handeln?
Sind meine Vollmachten / Verfügungen 24 Stunden und täglich im Notfall abrufbar und verfügbar.
Kann ich meinem Schutzengel schnell und unkompliziert wichtige Informationen zu meiner Person geben? u.a. Welche Allergien oder Blutgruppe habe ich? ….

https://youtu.be/WeGZoWLHUlQ      NotfallVorsorgePASS

Machen Sie Ihren eigenen Schutzengel Pass – Ihr Schlüssel ist Ihr NotfallVorsorgePASS und bitte tragen Sie es an die Menschen Ihres Vertrauens weiter!

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.consulting-pflegevorsorgeberater.gfvv24direkt.de

in nächsten Blog:
Buchempfehlung  zum Thema Alzheimer. Jeder hundertste Patient bekommt die Krankheit sehr früh.
Der Autor erzählt mutig und mit entwaffnender Offenheit, was es bedeutet, seine junge Frau und die Mutter seines Sohnes nach und nach an Alzheimer zu verlieren.

Mein weltweiter Schutzengel – mein NotfallVorsorgePASS

19. Oktober 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Notfallkarte1Umfragen beweisen, kaum ein Bürger in Deutschland kann bei vollem Bewusstsein und guter körperlicher Verfassung seine eigenen spezifischen Daten wie Blutgruppe, Impfungen, Allergien, Kontaktdaten seiner Ärzte etc. benennen.

Wir bewegen uns mittlerweile global auf Geschäfts- und/oder Privatreisen, dies ist für uns zur Normalität geworden. Können wir auch in Ausnahmesituationen auf diese Daten wie Blutgruppe, Vollmachten, erfolgte Impfungen uvm. zurückgreifen und uns in der jeweiligen Landessprache sicher verständigen?

 

Viele Geschäftspartner, Kunden, Freude und Bekannte stehen immer wieder vor denselben Fragen. Wo habe ich meine Unterlagen? Kenne ich meine eigenen Daten überhaupt? Wie sieht es bei meinem Partner, Kind oder Enkelkind aus?

Ihr Schlüssel zum persönlichen Gesundheitsportal ist Ihr NotfallVorsorgePASS

  • Dokumentensafe mit wichtigen Dokumenten wie Vollmachten, Verfügung, Führerschein…..
  • Impfbox mit allen notwendigen Schutz- und Vorsorgeimpfungen und Erinnerungsfunktion
  • MediCall eingebunden in die International Assistance Group
  • Vertragsbox mit Ihren wichtigsten Verträgen

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.consulting-pflegevorsorgeberater.gfvv24direkt.de

Es ist ein gutes Gefühl alles geregelt zu haben

28. August 2015 von Dirk Büttner | 2 Kommentare

Sostegno e aiuto a persone anzianeWir sind abgelenkt von europäischen Herausforderungen (wie Griechenland oder den Flüchtlingssituationen) und vergessen sowie verdrängen unsere eigenen Herausforderungen!

Wir werden alle älter, sehr schön!
Haben wir uns genug damit beschäftigt, welche Herausforderungen dies an uns selber und unser Umfeld, auch Familie stellt?

Es gibt aktuell viele gute Filme zu dem Thema Pflege u.a. auf DVD / Videothek wie „Honig im Kopf“ oder am kommenden Montag, 31.08.15 um 20.15 Uhr im ZDF „Mein vergessenes Leben“ Mein vergessenes Leben – Trailer

Wir wissen, dass zukünftig jede 2. Frau und jeder 3. Mann in Deutschland pflegebedürftig wird, davon ca. 50% auch an Demenz erkranken. Dies stellt ein hohes Risiko für die gesamte Familie dar! Somit ist Pflege ein Familienproblem!

Neben den familiären Aspekten stehen finanzielle stark im Vordergrund:

  • Pflegekosten : Wie finanziert der Betroffene dies aus seinen Einkünften oder Vermögen?
  • Partner: Ist die Altersvorsorge des Partners gesichert (Einkommen und / oder Vermögen inkl. Immobilien)?
  • Erben: Wie ist unser Erbe an die Kinder geschützt?
  • Schenkung: Was habe ich alles in den letzten 10 Jahren an Dritte verschenkt? Kann dies zurückgefordert werden?
  • Unterhaltspflichtige Familienangehörige: Wer muss mit seinem Vermögen und Einkommen wen unterstützen?

Ich höre immer von vermögenden Personen, dass Sie in der Lage sind, die Pflegekosten selber zu finanzieren. Macht dies jedoch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn?
Gerade diese Personen versuchen doch ein hohes Risiko mit geringen finanziellen Mitteln im Alltag auszulagern! Sie machen jedoch bei Ihrer eigenen Person und Pflege diese Überlegung nicht, zumal durch Ihren gehobenen Standard Ihre Pflege und die daraus folgenden Kosten wesentlich höher ausfallen als im Normalfall.

Ein Blick zurück in unserer jüngsten Vergangenheit zeigt, dass Pflege immer ein Thema innerhalb der Familie war.

Kinder, die Geburtsjahrgänge 1915-1920, und Angehörige führten meistens in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Pflege ambulant durch. Die Familien wohnten noch in 2- oder 3-Generationenhaushalten, Pflege übernahmen i.d.R. die Frauen (Ehefrauen, Schwiegertöchter, Töchter), da eine große Anzahl von ihnen Hausfrauen waren ( die Anzahl der versicherungspflichtig beschäftigten Frauen lag 1970 in der BRD bei 19,8%). Meist waren mehrere Frauen täglich vor Ort, die Zeit für die Pflege hatten und ein Verdienstausfall musste nicht hingenommen werden.

Dies wandelte sich deutlich in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Pflegende Kinder waren aus den Geburtsjahrgängen 1935-1940 und bedingt durch die vergangenen Kriegsereignisse wesentlich weniger. Immer mehr Menschen mussten und wurden dadurch in stationären Pflegeeinrichtungen gepflegt. Die Kosten stiegen damals bereits über 4.000 DM. Diese monatlichen Kosten konnten von vielen Pflegebedürftigen und deren Angehörigen nicht mehr getragen werden. Die Folge war, dass ca. 80% der Pflegeheimbewohner auf staatliche Hilfe zur Pflege – sprich Sozialhilfe – angewiesen waren. Dies führte 1995 zur Einführung der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung. Durch die Bezuschussung in den Pflegestufen I-III konnte innerhalb kurzer Zeit die Anzahl der Sozialhilfeempfänger halbiert werden.

Betrachten wir dies aktuell, sind seit 1995 die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung (gleiche Leistungen bei GKV- u. PKV-Versicherten) nur marginal erhöht worden, jedoch die durchschnittlichen Pflegeheimkosten in der PS III liegen heute im Bundesdurchschnitt bei 3.500 Euro (ca. 6.500 DM). Neben den finanziellen Auswirkungen, ergeben sich auch familiäre. Nur wenige Kinder wohnen heute noch am Heimatort oder in der unmittelbaren Nähe der Eltern, Großeltern, sowie sind i.d.R. die Kinder, deren Partner und Enkelkinder heute voll berufstätig. Für viele Kinder/Schwiegerkinder/Enkelkinder ist eine zeitliche Unterbrechung des Berufslebens von mehreren Jahren für die Pflege eines Angehörigen oft aus finanziellen und beruflichen (Karriere) Gründen nicht möglich. Die Entfernungen zwischen den Parteien und die finanzielle Abhängigkeit vom Elternhaus, Job – da noch einige Finanzierungen (Auto, Haus, Küche…etc.), die Altersvorsorge, Rücklagenbildung nicht erledigt sind – stellt eine enorme Herausforderung dar.

Können wir mit gutem Gewissen vorher sagen, dass der Partner oder die Kinder noch leben, wenn die Pflege eintritt?
Können die Familienangehörigen die Pflege psychisch, finanziell, körperlich und zeitlich leisten?
Möchte ich als Betroffener (Pflegebedürftiger) in puncto Körperhygiene, jeden Morgen und Abend von meinen Kindern oder Enkelkindern im Intimbereich berührt werden und wollen diese das auch ausführen?

Oft ist professionelle Hilfe und Unterstützung gefragt, bevor die Angehörigen psychisch und körperlich überlastet werden und die Beziehungen und /oder Ehen an diesen Belastungen zerbrechen.

Machen Sie sich frei und regeln Sie Ihre Selbstbestimmung – rechtlich mit Vorsorgevollmacht u. Sorgerechtsverfügung, medizinisch mit Patientenverfügung; finanziell mit einer Pflegeabsicherung und wie Ihr letzter Wille aussieht mit einer Bestattungsvorsorge und einem Testament.

„Es ist ein gutes Gefühl alles geregelt zu haben!“

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.consulting-pflegevorsorgeberater.gfvv24direkt.de

Selbstbestimmung oder abhängig von Ämter?

15. Juni 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Sostegno e aiuto a persone anzianeJeder Mensch strebt nach Selbstbestimmung, gerade wenn wir das 18.Lebensjahr erreicht haben und volljährig sind.
JETZT geht es los, wir können endlich über unsere Person frei bestimmen.

Können wir dies wirklich oder müssen wir doch einiges regeln?

Vor kurzem rief mich eine langjährige Geschäftspartnerin an

und bedankte sich für meine Tips, Ratschläge und Konsequenz der Umsetzung. Sie erzählte mir, dass Sie im letzten Frühsommer an einem Sonntagmorgen einen Anruf von der Polizei erhielt. Ihr Sohn, damals 25 Jahre alt, war zusammen mit seinem besten Freund auf dem Weg nach Hause mit dem Motorrad verunglückt. Beide jungen Männer lagen auf der Intensivstation.

Plötzlich war alles anders!

Sie musste mitansehen und erleben, wie die Eltern des besten Freundes keine Auskünfte über den Gesundheitszustand von den Ärzten erhielten. Diese Eltern hatten nicht wie meine Geschäftspartnerin eine Vollmacht von Ihrem Sohn erhalten, welche sie berechtigt sich um die Angelegenheiten des Sohnes zu kümmern, wenn dieser ganz oder teilweise diese nicht besorgen kann, dazu gehört auch die Auskunft über den Gesundheitszustand. Die Eltern des besten Freundes waren jetzt auf die Auskünfte eines vom Gericht bestellten Betreuers angewiesen. Die Ohnmacht dieser Eltern war für Sie ein Schlüsselerlebnis.

Auf Grund der Unfallfolgen bedurften beide jungen Männer in den folgenden 10-12 Monaten für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens Hilfe im erheblichen Maße ( Bsp. Körperpflege, Ernährung und Mobilität ). Kurz Sie waren pflegebedürftig!

Die finanzielle Zahlung des Pflegetagegeldes der privaten Pflegezusatzversicherung für Ihren Sohn, ermöglichte der Familie meiner Geschäftspartnerin die bestmögliche Versorgung für Ihren 25jährigen und dass Sie nicht Ihren Job aufgeben musste. Neben der psychischen Belastung sind Ihr die körperlichen, u.a. das tägliche Waschen Ihres 195 cm großen und 90 Kilo schweren Sohnes und auch die finanziellen Mehrbelastungen durch die Pflegekräfte wenigstens erspart geblieben.

Die finanzielle Absicherung für den Pflegefall, eine rechtlich abgesicherte Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben Ihrer Familie, Ihrem Sohn sehr geholfen.

Ihr Leitsatz seit dem Schicksalstag: „Es ist ein gutes Gefühl alles geregelt zu haben!“

 

Schon heute stehen ca. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland unter rechtlicher Betreuung.

Immer häufiger betreuen gegen ihren Willen nicht Verwandte, sondern vom Gericht eingesetzte Betreuer. Für die Angehörigen bleibt da mitunter nur Ohnmacht. Finanzielle Belastungen sind oft vorprogrammiert.

Auch sollten wir auf die letzten veröffentlichen Zahlen der Pflegestatistik 2013 genauer hinsehen.

Wir haben in den Altersgruppen 0 -15 Jahren 9% , Altersgruppen 25 -30 Jahren 10,5% sowie 30-35 Jahren 10,4% mehr Pflegefälle in Deutschland gegenüber dem Jahr 2011!

Wie viele Pflegeheime für Kinder oder Jugendliche kennen Sie in Ihrem Umfeld?

Welche Regelungen haben Sie für sich, Ihre minderjährigen Kindern sowie gemeinsam mit Ihren volljährigen Kindern für eine Selbstbestimmung getroffen.

Wer regelt Ihre Rechtsgeschäfte, wie Finanzen, Ihre Gesundheitsfürsorge, Ihren Aufenthalt etc. wenn sie diese vorrübergehend oder dauerhaft nicht besorgen können?
Wie, wo und wer hilft Ihnen bei Dingen des Alltags, wie Waschen, Essen zubereiten und aufnehmen, einkaufen, spazieren gehen, wenn Sie vorrübergehend oder dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind?

Machen Sie sich frei und regeln Sie Ihre Selbstbestimmung – rechtlich mit einer Vorsorgevollmacht u. Sorgerechtsverfügung, medizinisch mit einer Patientenverfügung; finanziell mit einer privaten Pflegeabsicherung und wie Ihr letzter Wille aussieht mit einer Bestattungsvorsorge und einem Testament!

Ist Pflege immer Frauensache?

20. April 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

 

Demenz: "wie heißt meine Tochter?"   Kranker

 

65% der heute 2.626.206 Pflegebedürftigen in Deutschland sind Frauen!
 (Pflegestatistik 2013  – www.destatis.de  )
Frauen schaut nicht weg und sorgt für Eure eigene würdevolle
Versorgung!

 

Wir wissen, dass in den Pflegeberufen überwiegend Frauen arbeiten. Ein Beruf, der eine hohe körperliche und physische Belastung mit sich bringt und leider nicht zu den „gut bezahlten Jobs“ zählt.

In den vergangenen Wochen hielt ich viele Vorträge und Schulungen zum Thema „Pflegeabsicherung in Deutschland – die zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte“ u.a. in verschiedenen Pflegeheimen / Pflegeeinrichtungen alles Bundesländer.

Immer wieder war in allen Einrichtungen festzustellen, dass es an Nachwuchs im Pflegeberuf mangelt, ca. 40-60% des heutigen Pflegepersonals in den nächsten 5 Jahren in den Ruhestand geht und die Frauenqoute der Pflegebedürftigen in den Einrichtungen enorm hoch ist.

Darüber hinaus übernehmen Frauen in der Regel die häusliche Pflege von Familienangehörigen, müssen dadurch die eigene berufliche Karriere zurück stecken, erhebliche finanzielle Verdiensteinbußen hinnehmen und zudem die steigenden Pflegekosten unter Umständen durch finanzielle Reserven ausgleichen.
Sollten dann jene Frauen später selbst pflegebedürftig werden, fehlt es Ihnen dann persönlich an eigener Pflegeunterstützung und finanziellen Reserven.

Über 30% der heute Pflegebedürftigen in Deutschland sind auf Sozialhilfe angewiesen und auch dort sind es überwiegend Frauen, die es betrifft.
Es vergeht keine Woche, wo wir nicht mit diesem Thema konfrontiert werden, im Kino haben sich über 5 Mio. Bundesbürger bereits den wunderbaren Film „Honig im Kopf“ angesehen und in der Presse erscheinen Artikel wie

„Pflege: Vermögen der Kinder jetzt besser geschützt“
http://m.welt.de/finanzen/verbraucher/article139562186/So-riskieren-Eltern-die-Existenz-ihrer-Kinder.html

„Kosten für Pflegeheime steigen deutlich“
http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/pflegereform-verfehlt-ihre-wirkung-kosten-fuer-pflegeheime-steigen-deutlich,10808230,30458656.html  .
Jedoch überlassen noch heute ca. 96% der gesamten Bevölkerung alles dem Zufall – sorgen nicht für den Pflegefall vor.

Frauen in Deutschland ……..

  • Arrangieren Sie für sich selbst, Ihre Partner, Familienangehörigen rechtssichere und aktuelle Vorsorgedokumente ( Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, ggf. Sorgerechtsverfügung ) !
  • Treffen Sie verbindliche familiäre Absprachen und regeln Sie rechtzeitig die finanzielle Notwendigkeit für den Pflegefall u.a. mit einer Pflegevorsorge!
    Im Übrigen gibt es diese Möglichkeiten auch für Kinder ( ab dem 1.Lebensjahr )!

So bietet u.a. die DFV Deutsche Familienversicherung mit der DFV DeutschlandPflege und der Verdoppelung oder Verdreifachung des derzeitigen staatlichen Pflegegeldes ein hervorragendes Konzept.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland stieg um 5% in letzten 2 Jahren!

17. März 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Senior and young holding hands

 

 

 

 

Pflegestatistik 2013 – Deutschland Ergebnisse

Statistisches Bundesamt veröffentlicht die Pflegestatistik 2013:  

In der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 12.03.2015 zur Veröffentlichung der Pflegestatistik heißt es u.a. „ …. Mehr als zwei Drittel ( 71% oder 1,86 Millionen ) aller Pflegebedürftigen wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu Hause versorgt. ………………… Im Vergleich mit Dezember 2011 ist die Zahl der Pflegebedürftigen –im Zuge der Alterung der Bevölkerung – um 5% beziehungsweise 125.000 gestiegen…..“

 

Diese Pflegestatistik wird alle 2 Jahre veröffentlicht, schaut man genauer hin sind diese Zahlen alarmierend.

Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg in den letzten 10 Jahren um 26,48% von 2.076.935 (2003) auf 2.626.206  ( 2013 ), bei den Kinder ( 0 – 15 Jahren ) stieg die Zahl der Pflegebedürftigen in den letzten 10 Jahren um 14,11 % auf heute 73.848!                                                                                           

Wie viele Pflegeheime für Kinder kennen Sie in Ihrem Umfeld?

Keins !! Stimmt, nur 375 Kinder werden in Pflegeheimen gepflegt, der Rest zu Hause ( 99,43% ).

Unser gesamtes gesellschaftliches Gefüge hat sich in den letzten 10 Jahren enorm verändert. Familien sind heute über Kilometer weit verstreut, wohnen kaum noch in einem 2- oder 3-Generationenhaushalt. In der berufstätigen Generation sind heute sowohl Männer als auch Frauen voll berufstätig, gehen mit unter bereits heute mehreren Tätigkeiten nach.

Heute werden 71% aller Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt – JA, die Kriegs- oder Nachkriegsgeneration!

In 10 Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge ( 1955 bis 1965 ) in den Ruhestand gehen und in 20 Jahren werden diese Menschen, die dann die bevölkerungsstärkste Gruppe darstellen, nach und nach zu Pflegefällen. Wir wissen heute, dass zukünftig jede zweite Frau und jeder dritte Mann zum Pflegefall wird und jede zweite Frau vor ihrem Tod dement wird. Wie regeln die geburtenstarke Jahrgänge Ihre Versorgung?

Noch heute überlassen ca. 96% der gesamten Bevölkerung alles dem Zufall – sorgen nicht für den Pflegefall vor.

Fazit:

Arrangieren Sie für sich selbst, Ihre Partner, Familienangehörigen und Kunden rechtssichere und aktuelle Vorsorgedokumente ( Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, ggf. Sorgerechtsverfügung ), treffen Sie verbindliche familiäre Absprachen und regeln Sie rechtzeitig die finanzielle Notwendigkeit für den Pflegefall u.a. mit einer Pflegevorsorge, diese Möglichkeiten gibt es auch für Kinder ( ab dem 1.Lebensjahr ) .

 

Alzheimer als Komödie – hilft Lachen gegen die Angst?

13. Februar 2015 von Dirk Büttner | Keine Kommentare

Demenz: "wie heißt meine Tochter?"   Kranker

Hart-aber-fair/Alzheimer: goo.gl/dgWIz4

„hartaberfair“ Montag 02.02.2015 20.15 Uhr

Teilnehmer der Diskussionsrunde:  

Prof. Dr. Rita Süssmuth ( Bundestagpräsidentin a.D. ); Christiane Grote ( Pflege- und Gesundheitsexpertin Verbraucherzentrale NRW ); Bettina Michel ( Tochter von Rudi Assauer ); Prof. Dr. Gerald Hüther ( Neurobiologe ); Till Schweiger ( Regisseur, Produzent und Darsteller „Honig im Kopf“ )

 

Diese Sendung ist ein sehr guter Beitrag für jeden Pflegevorsorgeberater das Pflegethema noch salonfähiger zu machen. Ich kann Sie nur alle auffordern sich den aktuellen Film „Honig im Kopf“ sich anzuschauen, weiter zu empfehlen und im Ergebnis für sich selber – innerhalb der Familie oder Ihren Kunden – Entscheidungen zu treffen. Selten habe ich einen Film erlebt, der mich so zum Lachen und zu Tränen gerührt hat, da er auf reale Situationen hin weißt. Dies wird bestätigt dadurch, dass fasst 5 Mio. Menschen den Film bereits gesehen haben. In dem Beitrag von „hartaberfair“ erzählte eine Frau aus dem Leben einer Betroffenen. Frau Ursula Rathai pflegt Ihren dement kranken Mann seit 9 Jahren, musste viele körperliche Folgeerscheinungen ( Bandscheiben-OP ) und finanzielle Mehraufwendungen ( mind. 140.000 € in 7 Jahren aus eigener Tasche ) in Kauf nehmen. Gerade diese Aufwendungen aus eigener Tasche führten zum Verkauf Ihres Hauses und zum Verbrauch sämtlicher Rücklagen.

 

In 10 Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge ( 1955 bis 1965 ) in den Ruhestand gehen und in 20 Jahren werden diese Menschen, die dann die bevölkerungsstärkste Gruppe darstellen, nach und nach zu Pflegefällen. Wir wissen heute, dass zukünftig jede zweite Frau und jeder dritte Mann zum Pflegefall wird und jede zweite Frau vor ihrem Tod dement wird.

Arrangieren Sie für sich selbst, Ihre Partner, Familienangehörigen und Kunden rechtssichere und aktuelle Vorsorgedokumente ( Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, ggf. Sorgerechtsverfügung ), treffen Sie verbindliche familiäre Absprachen und regeln Sie rechtzeitig die finanzielle Notwendigkeit für den Pflegefall u.a. mit einer Pflegevorsorge.